BÜRGERSTIFTUNG RÖSRATH
Schloss Eulenbroich
Eulenbroicher Auel 19
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Interview mit Norbert Lenke (Vorstandsvorsitzender) der Bürgerstiftung Rösrath

11-2017 | RS

 

Norbert Lenke, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Rösrath, Bild: RS

 

Wie lange existiert denn die Bürgerstiftung Rösrath?
Die Bürgerstiftung Rösrath wurde im Jahre 2004 durch einige engagierte Rösrather Bürger auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Dieter Happ gegründet und im selben Jahr auch durch die Stiftungsaufsicht bei der Bezirksregierung Köln anerkannt.

Wie hat die Stiftung sich seit der Gründung verändert?
In den Anfangsjahren haben wir als Bürgerstiftung aus den Erträgen des in Geld angelegten Stiftungsvermögens – den damals  noch fließenden Zinsen - und auch aus Spenden viele Einzelprojekte an Schulen und bei gemeinnützigen Vereinen unterstützen können. Nachdem die Zinsen eben nicht mehr fließen, mussten wir uns als Bürgerstiftung in gewisser Hinsicht neu erfinden. Aus der Rolle des finanziellen Unterstützers haben wir uns zu einem aktiven Gestalter entwickelt.

Wie lange haben Sie den Vorsitzenden inne?
Seit Gründung der Stiftung, deren rechtliche und steuerliche Gestaltung im Wesentlichen durch mich erfolgt ist, gehöre ich dem Vorstand an. Den Vorsitz der Bürgerstiftung Rösrath habe ich im Jahre 2015 von meinem überaus aktiven Vorgänger Winfried Reske übernommen.

Sie sind ja bekannt als Teammensch. Wer spielt denn in „Ihrem Team“ noch mit?
Ja, eine solche Organisation kann nicht von einer Person geführt werden.
Es bedarf hier eines starken Teams. Mein Stellvertreter ist Berthold Kalsbach, der auch die Geschäftsführung der Schloss Eulenbroich gGmbH innehat. Als geborenes Mitglied gehört dem Vorstand unser Bürgermeister, Marcus M. Mombauer, der sich auch intensiv mit um die Engagierte Stadt kümmert, an. Weitere sehr engagierte Vorstandsmitglieder sind Robert Scheuermeyer, der sich um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert, Lothar Uedelhoven von der VR-Bank eG und seit dem vergangenen Jahr Andrea Paaß. Wir sind sehr froh, Frau Paass für die Mitarbeit gewonnen zu haben. Hierdurch  haben wir auch schon damit begonnen, den Generationswechsel einzuläuten. Worüber ich besonders dankbar bin – und was beileibe nicht üblich ist – ist die Tatsache, dass sich auch unser Kuratoriumsvorsitzender Hans Vierkotten und seine Stellvertreterin, Ursula Wermerskirchen in die aktive Arbeit mit einbringen. Sie haben die Stiftung nicht nur mit finanziellen Mittel ausgestattet sondern arbeiten aktiv mit.

Welche Schwerpunkte hat die Bürgerstiftung heute?
Eben habe ich schon darauf hingewiesen, dass wir uns vom Finanzier zum Gestalter entwickelt haben und dies unser neuer Weg in die Zukunft ist. Mit der Teilnahme an dem von bundesweit tätigen Stiftungen und von dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanzierten Projekt „Engagierte Stadt“ wollen wir das Ehrenamt in Rösrath fördern und die Mitbürger animieren, sich ehrenamtlich einzubringen.

Wir waren dabei in der ersten Projektphase so erfolgreich, dass uns auch die Finanzierung der weiteren Phase, in der sich das Begonnene konsolidieren soll, bezuschusst wird. Hier wird von allen Vorstandsmitgliedern viel Arbeit erwartet. Was mich hier besonders freut und wofür ich dankbar bin, ist die Tatsache, dass es unserer Koordinatorin Kirsten Kirchhof gelungen ist, ehrenamtliche Mitstreiter zu gewinnen, die das Projekt Engagierte Stadt jetzt schon deutlich mittragen.
Ein zweiter Schwerpunkt ist Schloss Eulenbroich. Die Bürgerstiftung hält 50% der Anteile an der Betriebsgesellschaft und ist damit größter Gesellschafter.

In den vergangenen Jahren ist es der Geschäftsleitung um Berthold Kalsbach und unserer Schlossmanagerin, Lisa-Ann Borgmann gelungen, das von mir schon in den ersten Planungen vorgegebene Ziel zu erreichen, zumindest den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb der Gesellschaft ausgeglichen zu gestalten. Klar muss allerdings immer allen Verantwortlichen sein, dass Kultur auch Geld kostet.

Was sind die Planungungen der Bürgerstiftung für die nächsten zwei Jahre?
Die Konsolidierung des Projektes „Engagierte Stadt“ und die Hinführung in einen Zustand, in dem wir ohne Drittmittel-Förderung auskommen (müssen).

Die Bürgerstiftung verfügt ja über Vermögen. Die Zinssituation hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Wie geht die Stiftung damit um?
Ja, die Bürgerstiftung verfügt über Vermögen. Sie darf allerdings dieses nicht verzehren, sondern hat es zu erhalten. Nur die spärlichen Zinsen und Spenden dürfen wir für die Umsetzung unserer Ziele einsetzen. Von daher die Änderungen in unserem Tun und natürlich die Bitte an alle Rösrather die Bürgerstiftung auch gelegentlich mit einer Spende zu bedenken. Und da sind auch kleine Spenden herzlich willkommen. Aus unserer Aktion „bitte aufrunden“ sind in 2016 fast 800 € an Kleinbeträgen zusammen gekommen.




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Rundblick Rösrath | 24. November 2017