BÜRGERSTIFTUNG RÖSRATH
Schloss Eulenbroich
Eulenbroicher Auel 19
51503 Rösrath

Tel.: 02205 / 802-102
Fax: 02205 / 802-130

BANKVERBINDUNGEN
VR Bank eG Bergisch Gladbach-Leverkusen
IBAN: DE24370626001581581013
BIC: GENODED1PAF

Kreissparkasse Köln
IBAN: DE04370502990375001080
BIC: COKSDE33XXX


Mit freundlicher Unterstützung von:

Neue Bank der Bürgerstiftung Forsbach

Benefizgala der Rösrather Bürgerstiftung

Bürger helfen Bürgern - Sonderbeilage in Mein Rösrath

Mein Rösrath - Sonderbeilage | November 2016

 

Die Bürgerstiftung - Bürger helfen Bürgern

13.10.2016 | Bergisches Handelsblatt

Die Vorstandsmitglieder v.l. Norbert Lenke, Berthold Kalsbach und Robert Scheuermeyer im Gespräch mit dem BHB
Foto: Helmut Kurps

Helmut Kurps (Bergisches Handelsblatt, BHB) sprach mit den Vorstandsmitgliedern der Bürgerstiftung Rösrath Norbert Lenke, Berthold Kalsbach und Robert Scheuermeyer über die Arbeit der Bürgerstiftung.

BHB: "Herr Lenke, angesichts sozialer Bedürftigkeiten auch in Rösrath hat Bürgermeister Marcus Mombauer mal gesagt: „Eine Stadt kann nicht alles leisten!“ Seit 2004 gibt es die Bürgerstiftung. Sie hat sich das Motto: „Bürger für Bürger“ auf die Fahne geschrieben. Können Sie als Mitglied der ersten Stunde sagen, dass die Stiftung da etwas bewegt hat?"

Lenke: “Natürlich hat sie in vielen Bereichen geholfen. Das fing an mit der Restaurierung von Schloss  Eulenbroich sowie dem Bau der benachbarten Bildungswerkstatt. Die Bürgerstiftung ist größter Gesellschafter der Schloss Eulenbroich gGmbH, die die gesamte Anlage gepachtet hat und den Betrieb dort organisiert. Durch enge personelle Verknüpfungen kann die Bürgerstiftung deutlich Einfluss nehmen. Hier profitiert seit 201 auch die Jugend von den außerschulischen Bildungsangeboten im Rahmen „KennenLernenUmwelt“.
Daneben konnten wir dank der Stiftungserlöse über 120 Projekte unterstützen, wie Problemgruppen, Kinder, Jugend, Senioren, Kultur, Brauchtumspflege oder die Integration von Neubürgern sowie auch das Ehrenamt in seiner Vielfalt fördern.
Gerade das Letztere hat an Bedeutung gewonnen. Das Stiftungskapital beträgt derzeit rund 400.000 Euro. Doch auf Grund der allgemeinen Zinsentwicklung gingen auch die Stiftungserträge stark zurück. Mangels Geld können wir in vielen Bereichen nur noch mit tatkräftigem Engagement von Ehrenamtlichen etwas bewegen. Wenn wir weiter helfen wollen, müssen wir insgesamt neue Wege gehen.“

BHB: "Herr Scheuermeyer, wie wollen Sie die Menschen finden, die bereit sind, sich für andere  auch in schwierigen Situationen einzusetzen?"

Scheuermeyer: „Wir haben festgestellt, dass es in unserer Stadt sehr wohl viele Menschen gibt, die sich gerne ehrenamtlich engagieren wollen. Sie sind in allen Bereichen zu finden, ob Rentner, Hausfrauen aber auch Berufstätige. Da hat jeder seine eigene Vorstellung von Hilfsbereitschaft aber auch eine eigene Kompetenz.
Deshalb haben wir 2015, unter anderem mit Hilfe von Bundesmitteln, die Aktion „Engagierte Stadt“ ins Leben gerufen. Sie hat ihre Geschäftsstelle in der Bahnhofstraße Nr. 1. Unter der Leitung von Projektmanagerin Kirsten Kirchhof werden dort alle Möglichkeiten ehrenamtlicher Hilfe zusammengefasst und mit den Anfragen der Bürger koordiniert. Ziel ist es unter anderem, den sozialen Zusammenhalt in der Stadt zu fördern, bleibende Engagements zu installieren, Kooperationen und Vernetzungen zu fördern. Es ist eine Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Ehrenamt.

BHB: "Eine Bürgerstiftung ist von ihrer Idee her auf langfristiges Wirken ausgerichtet. Wo sehen Sie den künftigen Schwerpunkt der Organisation, Herr Kalsbach?"

Kalsbach: „Die Bürgerstiftung will Impulse für das soziale und kulturelle Leben geben. Deshalb haben wir die Inklusion besonders im Blick. 2014 hat die Stadt den Inklusionsplan „Rösrath – lebenswert für alle“ initiiert. Mit einem der ersten Schritte wollen wir zunächst die Mobilität älterer Mitbürger fördern. Dank finanzieller Hilfe der VR-Bank und des Kuratoriumsvorsitzenden Hans Vierkotten haben wir an verschiedenen Stellen der Stadt seniorengerechte Sitzbänke aufgestellt. Hier können alle auf ihren Wegen durch die Stadt mal entspannt verschnaufen. Weitere Bänke wollen wir in den Ortsteilen Forsbach und Hoffnungsthal aufstellen.
Dem gleichen Ziel dient unser finanzielles Engagement beim Betrieb des Bürgerbusses, der ebenfalls mit ehrenamtlichen Fahrern abseits der öffentlichen Verkehrsmittel insbesondere den Senioren zur Verfügung steht.

BHB: "Sind damit die Möglichkeiten der Bürgerstiftung erschöpft?"

Lenke: „Auch in Zukunft wird die Bürgerstiftung das Wir-Gefühl in der Stadt fördern, das Gemeinwesen stärken und Kräfte der Innovation mobilisieren. Nicht nur finanzielle Unterstützung ist wichtig. Die Stiftung wirbt für ehrenamtliches Engagement in zahlreichen Projekten der Stadt. Gefördert werden sollen dabei Vorhaben, die nicht zu den regulären Aufgaben der Stadt gehören. Die Bürgerstiftung bewegt viel und schafft Bleibendes.“

BHB: "Vielen Dank für das Gespräch."

Quelle: www.rheinische-anzeigenblaetter.de/24911032

Neue Bank an Schloss Eulenbroich